Trockeneis (TE)

Was ist Trockeneis?

Unter Trockeneis versteht man Kohlendioxid oder kurz C02 (handelsüblich auch "Kohlensäure" genannt) in fester Form. Die Bezeichnung «trocken» bezieht sich auf die Eigenschaft direkt zu verdampfen, ohne zu schmelzen respektive flüssig zu werden. Gasförmiges Kohlendioxid wird zunächst unter Druck verflüssigt und anschließend durch schnelles Entspannen in einen festen Aggregatzustand überführt. Hierbei entsteht reiner, weißer, tiefkalter CO2-Schnee. Dieser wird anschliessend in entsprechenden Hydraulikpressen unter hohem Druck verdichtet und zu Blöcken oder Pellets gepresst. Der Druck und die Temperatur bestimmen den Aggregatzustand des Kohlendioxids: gasförmig, flüssig oder fest.

Trockeneis verdampft direkt, ohne zu schmelzen, d.h. flüssig zu werden. Kohlendioxid ist eines der wenigen Gase, das einen festen Zustand annehmen kann. Die Kälteleistung von Trockeneis beträgt bei Erwärmung von –78,5°C (194,65K) auf 0°C (273,15K) zirka 640kJ/kg; dies entspricht etwa der 3-fachen Kühlleistung von herkömmlichem Eis.

Der möglicherweise wichtigere Vorteil ist aber, dass nach der Verdampfung «nichts» mehr übrig bleibt, was bei normalem Eis aus Wasser nicht der Fall ist. Bei Wärmezufuhr geht das Trockeneis sofort in den gasförmigen Zustand über. Beim Trockeneis-Strahlen werden –78 °C kalte Trockeneis-Pellets mit hoher Geschwindigkeit auf die zu reinigenden Oberflächen „geschossen”.

  • TE hat eine Temperatur von ca. -78,5° Celsius
  • TE wiegt ca. 1.450 kg/m³
  • TE ist wasserfrei
  • TE überspringt die Flüssigphase: vom Eis zum Gas
  • TE verdampft beim Aufprall (Energieumwandlung)
  • TE ist sauerstofffrei (antibakteriell)
  • TE ist ungiftig