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Beim Trockeneisstrahlen handelt es sich um ein minimal-abrasives und nicht korrosives Verfahren, bei dem keine Strahlmittelrückstände entstehen, da das eingesetzte Trockeneis gasförmig wird und sich verflüchtigt. Zudem ist Trockeneis relativ weich, sodass die zu reinigenden Oberflächen nicht beschädigt werden und es sich somit auch zur Reinigung empfindlichster Bauteile wie z.B. Platinen eignet. Neben den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in der Industrie und Autoaufbereitung ist das Trockeneisstrahlen auch in der Denkmalpflege kaum mehr wegzudenken. Sowohl außerhalb als auch innerhalb von Gebäuden lassen sich Fachwerkbalken von Lehm- und Farbresten schonend befreien und aufhellen. Generell kann das Trockeneisstrahlen in der Gebäudereinigung zur Entfernung von Graffiti oder sonstigen Anstrichen, Brandrückständen, Resten von Efeu oder wildem Wein eingesetzt werden. Mittels Trockeneisreinigung werden Bitumen, Klebstoffe, Silikon, Gummi, Harze, Wachse, Öle und Fette beseitigt.

Das Trockeneisreinigungsverfahren im Detail

Beim Trockeneisstrahlen werden –78°C kalte Trockeneispellets mit hoher Geschwindigkeit auf die zu reinigenden Oberflächen „geschossen“. Das Auftreffen der Pellets auf die Oberfläche kühlt diese sehr schnell und sehr stark ab. Es kommt zu einer Versprödung des an der Oberfläche haftenden Materials. Da das Trägermaterial und die zu lösende Schicht aus verschiedenen Materialien bestehen, haben beide einen unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten. Sie reagieren daher unterschiedlich auf die starke Abkühlung. Es bilden sich mechanische Spannungen an den Grenzflächen. Diese Spannungen werden auch als Thermospannungen bezeichnet und führen zum Lösen der Verunreinigung vom Trägermaterial. (Bild 1)
Die kinetische Energie der Trockeneispellets führt beim Aufprall dazu, dass sie sofort in den gasförmigen Zustand übergehen. Das führt zu einer schnellen und extremen Volumenzunahme des CO2. Die Pellets sprengen in »Miniexplosionen« die Ablagerungen zusätzlich ab. (Bild 2)
Der möglicherweise wichtigere Vorteil ist aber, dass nach der Verdampfung «nichts» mehr übrig bleibt, was bei normalem Eis aus Wasser nicht der Fall ist. Bei Wärmezufuhr geht das Trockeneis sofort in den gasförmigen Zustand über.

Herkömmliche Strahlverfahren

Herkömmliche Strahlmittel, wie z.B. Sand, beschädigen die Oberfläche. Der entstehende Abfall vermischt sich zudem mit den Rückständen der Verunreinigung und muss entsorgt werden. (Bild 3)

Was ist Trockeneis?

Unter Trockeneis versteht man Kohlendioxid oder kurz C02 (handelsüblich auch "Kohlensäure" genannt) in fester Form. Die Bezeichnung «trocken» bezieht sich auf die Eigenschaft direkt zu verdampfen, ohne zu schmelzen respektive flüssig zu werden. Gasförmiges Kohlendioxid wird zunächst unter Druck verflüssigt und anschließend durch schnelles Entspannen in einen festen Aggregatzustand überführt. Hierbei entsteht reiner, weißer, tiefkalter CO2-Schnee. Dieser wird anschliessend in entsprechenden Hydraulikpressen unter hohem Druck verdichtet und zu Blöcken oder Pellets gepresst. Der Druck und die Temperatur bestimmen den Aggregatzustand des Kohlendioxids: gasförmig, flüssig oder fest.

Trockeneis verdampft direkt, ohne zu schmelzen, d.h. flüssig zu werden. Kohlendioxid ist eines der wenigen Gase, das einen festen Zustand annehmen kann. Die Kälteleistung von Trockeneis beträgt bei Erwärmung von –78,5°C (194,65K) auf 0°C (273,15K) zirka 640kJ/kg; dies entspricht etwa der 3-fachen Kühlleistung von herkömmlichem Eis.

Bei Wärmezufuhr geht das Trockeneis sofort in den gasförmigen Zustand über. Beim Reinigen mit Trockeneis werden –78 °C kalte Trockeneispellets mit hoher Geschwindigkeit auf die zu reinigenden Oberflächen „geschossen”.

Als Hersteller von Trockeneisstrahlanlagen bieten wir Ihnen unsere Trockeneisstrahlgeräte auch zum Mieten an. Bei Kauf eines neuen Trockeneisstrahlers erstatten wir Ihnen den Preis der Miete zurück (gilt nur für Endkunden bei einer Mietdauer bis 2 Wochen und wenn der Kauf innerhalb von 4 Wochen nach der Miete erfolgt). Zudem führen wir auch Trockeneisstrahlgeräte gebraucht zu günstigen Preisen.

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